Am Adventskranz brennt die vierte Kerze, der Count Down läuft und lässt sich – alle Jahre wieder – nicht aufhalten. Weihnachtsmuffel haben es schwer in diesen Tagen. Trost suchen sie in zynischen Bemerkungen über das Fest der Liebe, im Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt oder auf einem „Muffelforum“ im Internet. Je nach Muffeltyp eben.
Auch ich bin ein bekennender Weihnachtsmuffel. Ohne kitschig sein zu wollen: Mich erfreut seit Jahren dennoch ein Weihnachtsengel. Paradox, aber wirksam. Mein Engel ist eben ein ganz besonderer Himmelsbote: ein Bastelwerk aus Kindertagen, das zur Weihnachtszeit aus dem Keller geholt wird.
Aus Pappmaché geknetet, ein bisschen stämmig und etwas schief, das lockige Blondhaar zerzaust, die Flügel verknittert, der Lippenstift verschmiert. Man sieht gleich: Das ist kein Mr. Perfect aus den Reihen der himmlischen Heerscharen. Mein Engel ist ein irdisches Wesen, bodenständig, witzig und lebensnah. Und ein bisschen schräg. Nicht perfekt eben. Das macht ihn tröstlich.




Die Frage nach einer Blutung beim „ersten Mal“ wird häufig gestellt. Der Hintergrund dieser Frage ist klar. Es geht um den eindeutigen Beweis – oder auch Gegenbeweis – der Jungfräulichkeit: Blutet es beim ersten Geschlechtsverkehr, war die Frau noch unberührt. Blutet es nicht, hatte sie schon einen anderen. Doch so einfach ist es nicht.
Ist Sex vor der Ehe erlaubt oder nicht? Sollte eine Frau “sich” für den künftigen Ehemann aufbewahren? Verliert sie ihre Ehre, wenn sie es nicht tut?


