Hin und wieder beschäftige ich mich mit den kleinen moralischen Fragen des Alltags. Manche von ihnen, sind wahre Herausforderungen. Kurz vor Weihnachten ist es besonders schlimm. Hier stellt sich nämlich schnell die Frage aller Fragen: Darf man Weihnachten auch nicht mögen? Oder kommt die spröde Distanz zum Fest der Liebe einer charakterlichen Bankrotterklärung gleich?
Ja, in diesen Wochen gibt es viele Fragen dieser Art! Ist es sehr schlimm, wenn man die Türchen vom Adventskalender alle auf einmal öffnet? Kann man Weihnachtsgeschenke in Osterpapier wickeln? Muss man Plätzchen backen oder darf man Plätzchen kaufen? Weihnachtsbaum ja oder Weihnachtsbaum nein? Weihnachtsbaum in echt oder Weihnachtsbaum in Plastik? Fragen über Fragen, wahrhaft verzwickt.
Topaktuell: Darf man den Adventskranz ganz schnöde auch bei Aldi kaufen???
Es gibt Ratschläge, die zwar gut gemeint und auf allerlei Gesundheitsseiten zu finden, aber nicht leicht zu befolgen sind. Einer davon lautet: „Lach doch mal!”.
Regelmäßig hole ich Blumen vom Feld – für zuhause und hin und wieder für die Praxis. Im Ablauf der warmen Jahreszeit konnte ich mich an Tulpen, Löwenmäulchen, Sonnenblumen, Dahlien und Astern erfreuen. Ein typisches Altweiberthema? Stimmt! Ein Altweiberthema. Nicht jeder ist für diese kleinen Glücksmomente empfänglich.
Reden wir über das Wetter. Nicht, dass ich keine Themen mehr hätte. Aber je größer die Verzweiflung, desto geringer die Hemmungen.
Es gibt wissenschaftliche Erkenntnisse, die nachdenklich stimmen. So haben z.B. Primatenforscher herausgefunden, dass sich Schimpansenweibchen häufiger mit den Männchen paaren, die sie mit erbeutetem Fleisch versorgen, als mit “geizigen” Artgenossen. Männliche Schimpansen, die mit den Weibchen ihre Jagdbeute teilen, “verdoppeln ihren Paarungserfolg“ so das Ergebnis der Studie.
Spätestens ab Mai, dem Beginn der Hocketse-Saison, braucht „der Schwob“ nicht viel zum Glück. Bierbank, Bier und rote Wurst – die Grundausrüstung einer kleinen Hocketse, Inbegriff schwäbischer Geselligkeit, ist sympathisch unkompliziert. Jeder ist willkommen, Kontakte ergeben sich schnell. „Hock di’ na!“ So einfach ist das.

