Röteln

Röteln (Rubella) gelten als typische meist harmlose Kinderkrankheit, ausgelöst durch Rötelnviren. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion, die Inkubationszeit beträgt 14 -21 Tage. Meist kommt es zu einem hellroten kleinfleckigen Hautausschlag, seltener auch zu Fieber und einer Schwellung der Lymphknoten. Das Allgemeinbefinden ist häufig nur gering beeinträchtigt, so dass eine Infektion auch völlig unbemerkt verlaufen kann.

Eine Rötelnerkrankung ist hoch ansteckend. Etwa eine Woche vor bis eine Woche nach Ausbildung des Hautausschlags ist ein Erkrankter infektiös.

Röteln-Test

Durch einen Bluttest und die Bestimmung des Röteln-Titers lässt sich erkennen, ob eine ausreichende Immunität gegen eine Infektion mit dem Röteln-Virus vorliegt. Bei einem Titergehalt unter 1:16 ist davon auszugehen, dass sich die Schwangere bei einem an Röteln Erkrankten anstecken würde. Sie sollte daher die Nähe eines (auch potentiell) Rötelnerkrankten bis zum Ende der Schwangerschaft meiden.

Der Röteln-Test gehört zu den Routine-Laboruntersuchungen im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge.

Röteln in der Schwangerschaft

Röteln zählen zu den am meisten gefürchteten Infektionen während einer Schwangerschaft. Eine Erkrankung kann zu schweren Schädigungen des ungeborenen Kindes führen. Je früher eine Infektion in der Schwangerschaft erfolgt, desto gravierender sind die Folgen.

Eine Ansteckung mit dem Rötelnvirus vor der 17. Schwangerschaftswoche führt in 30% aller Fälle zu einer Rötelnembryopathie (Gregg-Syndrom) mit Herzfehler, Augen- und Ohrenschäden, erheblicher geistiger und motorischer Behinderung und Minderwuchs. Eine Infektion ab der 17. SSW bleibt in 95% der Fälle ohne Folgen für das Kind.

Hat sich eine Schwangere ohne Immunschutz möglicherweise mit Röteln angesteckt, kann eine Gabe von Immunglobulinen (Antikörper) bis zum 8. Tag nach Kontakt mit dem Virus das Risiko einer Erkrankung senken.

Immunität und Impfung

Eine Infektion mit dem Rötelnvirus hinterlässt eine lebenslange Immunität. Eine Schutzimpfung ist möglich und wird meist mit einem kombinierten Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln durchgeführt. Die Rötelnimpfung wird von der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (STIKO) für alle Kinder ab dem Alter von 12 Monaten sowie für alle nicht-immunen Frauen im gebärfähigen Alter empfohlen.

 

www.rki.de

Die Internetseite der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch Instituts
mit den aktuellen Impfempfehlungen

 

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